MID – Manches ist Doof

Ob das auch für einen Magnetisch Induktiven Durchflussmesser gilt, kann ich nicht beurteilen, da ich von der Mess- und Regelungstechnik keinen Schimmer habe. Irgendwie klingt das Teil wichtig, aber uncool. Cooler ist das sicher die Motorrad Initiative Deutschland <LINK>, deren Aufgabe es ist die Motorrad-Interessenverbände in Deutschland zu koordinieren. Wenn man da so einige, medienbekannt Special Interest Groups denkt, ist das sicher keine leicht Aufgabe. Vielleicht könnten hierbei die Männer in Dosen mit ihrem Revier-Rock helfen <HOMEPAGE>. Interessierte Musikfans können auch auf Myspace mal reinhören <MYSPACE>. Das klingt irgendwie wie eine Mischung zwischen Herbert Grönemeyer und Scorpions, aber irgendwie nicht schlecht. Mein Favorit ist “Alles wird gut”…

Lesenwert ist in jedem Fall die MID, die Studie “Mobilität in Deutschland” <LINK>, nach deren Lektüre man weiß, das es immer mehr Autos gibt, die Menschen länger unterwegs sind, also im Durchschnitt 83,9 Minuten (außer Berufskraftfahrern und Taxifahrern natürlich) und man deshalb mehr Aussenwerbung kaufen muß. Diese ist zufällig das Spezialgebiet des Betreiber der Homepage auf der man die Informationen findet. Interessant finde ich die Aussage “Je mehr jemand verdient, desto mobiler ist er oder sie” – Bus-, LKW- oder Taxifahrer wurden von der Studie natürlich ausgeklammert.

Zu befürchten ist allerdings, das die klassische Aussenwerbung für mobile Menschen nicht mehr ganz so interssant sein dürfte: Wem Handy und Blackberry zu langweilig sind, ein Iphone zu teuer oder zu trendy ist, der sollte sich mal die neueste Generation von Mobilgeräten anschauen, die sogenannten Netbooks oder auch M.I.D., also Mobile Internet Devices.

Der Pionier Asus EEE-PC sollte ja mittlerweile jedem bekannt sein, aber viele Firmen wie Acer, HP, Lenovo, LG oder MSI haben mittlerweile Modelle vorgestellt. Diese sind nicht nur halb so groß wie klassische Notenbooks, sondern auch halb so billig und dürften daher genau der Nerv der Zeit treffen. An dieser Stelle will ich auf einige Blogs hinweisen, die reichhaltige Informationen zu diesem Thema geben:

EEE PC News

HP2133 News

UMPC-Portal

Alles über MSI Wind

UTM – Utopian Theory of Mind

Da ist mir – als langjährigen Firewall-Administrator und BAFT (Biodata Authorized Firewall Trainer) – doch tatsächlich eine wichtige Veränderung im Security-Markt durch die Lappen gegangen: Firewall zu sein, reicht nicht mehr. Heute sind die UTM-Appliances gefordert, also Geräte oder Kästchen, die sämtliche Bedrohungen dieser Welt verwalten – eben Unified Thread Management betreiben <GUCKSDU>”" . Damit dürfte dann auch eines der schönsten und eingänglichsten IT-Bilder – die Brandschutzwand – dem TLA-Wahn zu Opfer gefallen sein. Schade aber auch.

Wie dem auch sei – anfangs dachte ich, UTM sei nicht wirklich spannend. Waren doch meine Google-Ergebnisse übersäht von den oben genannten Geräten oder Erläuterungen des Universal Transverse Mercator, eines wichtigen aus dem Miltärbereich stammendem, rechtwinkligen Koordinatensystems <GUCKSDUWEIDA>. Ansonsten steht UTM für Technische Universitäten in Malaysia (Universiti Teknologi Malaysia) www.utm.my , Moldavien (Universitatea Tehnica a Moldovei) www.utm.md, Mexico (Universidad Tecnológica de la Mixteca) www.utm.mx und auf Mauritius (University of Technology, Mauritius) www.utm.ac.mu, sowie für die University of Toronto at Mississauga www.utm.utoronto.ca, was insofern bemerkenswert ist, als ich schon mal dort war, da meine Schwägerin mit Ihrer Familie direkt im Nachbarort von Mississauga lebt, in Oakville.

Universal Test Message, Unsuccessful Transmission Message oder Unit Training Management klingen schon von vorne herein unspannend, daher erspare ich mir weitere Ausführungen dazu. Interessanteres UTM gibt es bei Siemens, besser gesagt bei Siemens-Nixdorf Informationssyteme kurz SNI, allerdings ist das Ding schon etwas älter. Das bzw. der SNI-UTM ist nämlich der Universal Transaction Monitor von 1980, der ursprünglich für BS2000 entwickelt wurde <GUCKSDU>, um dann auch auf anderen geschlossenen Systemen, wie Windows NT oder offenen, dann als openUTM wie z. B. AIX, DC/OSx oder auch SINIX, portiert zu werden.
Hierzu habe ich einen spannenden Artikel in der Computerwoche Nr. 45 aus 1988 gefunden:
Zitat: “Für Siemens wurden die Forderungen nach einem Transaktionsmonitor unter Sinix mit der Ankündigung der Sinix-Rechner MX300 und (insbesondere) MX500 größer. Es stellte sich die Frage, wie ein Monitor möglichst schnell und kostengünstig beschafft werden konnte. Es boten sich grundsätzlich drei Alternativen an: Einkauf von Fremdsoftware, Neuentwicklung oder Portierung des im BS2000 vorhandenen Monitors UTM.” <EIGUCKEMOL>.

Abgesehen von den wehmütigen Erinnerungen an die wunderbaren, Kühlschrank-ähnlichen MX300 und MX500-Boliden, deren Topmodell, die MX500-90/2 dann später, 1992 mit 2 rasendschnellen und unabhängig voneinander arbeitenden 486-DX2-Prozessoren mit je 50 MHz Taktrate ausgestattet waren, fällt mir dazu ein, das das Internet offenbar tatsächlich nichts vergisst. Also Ihr Zumwinkels und Von Pierers dieser Welt: Ist der Ruf erst ruiniert, kann Euch wahrscheinlich nicht mal mehr ORM helfen (siehe Posting von gestern). Zu spät. Das hättet Ihr Euch vorher überlegen sollen.

Nach dieser Reise in die Vergangenheit der EDV komme ich zur ultimativen Bedeutung von UTM. Die ist sehr musikalisch, allerding vermutlich eher ein bis zwei Nummer härter als gestern erwähnte ORM-Band:

UTM-Logo

UTM ist eine Punkmetal-Band <SCHAU>, die sich nach dem mutigen Muppets-Show Fraggle “Uncle Travelling Matt” benannt hat, über den man sich im Muppet-Wiki ausführlich informieren kann.

Roland